
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















Ich steche dir in den Bauch, wenn du nicht abtreibst.
Ein Statement zum internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen am 25. November
Der Schwangerschaftsabbruch, so wird es uns eingeredet, ist ein erkämpftes Frauenrecht. Dass Abtreibungen mehrheitlich durch inneren oder äußeren Druck oder gar physische Gewalt erzwungen sind, davon will man am liebsten nichts hören. Und doch ist es so.
Eine Studie des „Journal of American Physicians and Surgeons“ zu den Begleitumständen und Folgen einer Abtreibung ergab, dass 58,3% der Frauen abgetrieben hätten, um dem Wunsch anderer nachzukommen. 73,8% sagten, dass sie nicht frei von Druck gewesen seien. 28,4% der Frauen trieben ab, weil sie den Verlust ihres Partners fürchteten.
So sieht es also aus, mit dem vielbeschworenen sogenannten „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau. In der Beratung nach einer Abtreibung höre ich oft von schwerwiegenden Verlustgefühlen und Trauer.
„Wären nur die Umstände anders gewesen!“
Viele Frauen geben dem Druck nach. Der Druck ist längst nicht mehr dahingehend, das Kind unbedingt bekommen zu müssen, sondern geht in Richtung Abtreibung. Nicht nur durch Kindesväter oder Familienangehörige, sondern auch durch fehlende Finanzen und/oder Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten mit Kind.
„Die Abtreibung hat nichts besser gemacht. Sie war keine Lösung.“
#fairändern fordert eine längst fällige Motivforschung und Statistik zu Schwangerschaftsabbrüchen in Österreich, damit sich keine Frau zur Abtreibung gedrängt fühlen muss. Ein Hinschauen ist dringend nötig. Gerade auch am Tag der Gewalt gegen Frauen.
Der Titel dieses Blogs stammt aus dem Mund eines 22jährigen Österreichers, der im Jänner dieses Jahres mehrmals seiner damaligen Freundin mit diesen Worten drohte. Sie ließ deswegen tatsächlich eine Abtreibung durchführen.
„Wenn du nicht abtreibst, schlage ich dich windelweich.“
Aufgrund dieser Drohung stand ein Mann aus St. Pölten vor Gericht, der seine schwangere Frau nötigen wollte, abzutreiben. Sie war im Gegensatz zum vorigen Beispiel stark genug, ihr Kind dennoch zu bekommen.
Wenn der Tag der Gewalt gegen Frauen unter dem Motto „gewaltFREI“ steht, dann dürfen wir unsere Augen nicht länger vor dem massiven Druck verschließen, mit dem Frauen hierzulande immer wieder zu Abtreibungen gedrängt werden. Auch die Politik ist gefragt, Perspektiven zu schaffen, den Frauen ihren Weg mit Kind zu erleichtern, anstatt zu erschweren und auch den öffentlichen Zwang für Frauen im Schwangerschaftskonflikt zu minimieren. Sie sollen das Recht haben, ihre Kinder ohne Druck, Zwang und gesellschaftliche Stigmatisierung zu bekommen.
Helfen Sie mit. gewaltFREI.
Petra Plonner
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