Bischof Wilhelm Krautwaschl
Bischof Diözese Graz-Seckau
“Warum gibt es uns? Warum gibt es Menschen? Ohne einen Glauben an Gott, der allem, was ist und geschieht, einen Sinn verleiht, ist das schwierig zu beantworten. Gott hat uns, die Menschen, als ein Gegenüber in der Schöpfung geschaffen – so jedenfalls sehen wir es als Christen. Aus diesem Grund gibt es uns Menschen – sogar als Gottes Ebenbild. In Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Sohn, wird dies unüberbietbar deutlich.
Gott haucht uns das Leben ein – das Leben hier auf unserer Welt bis hinein in die Ewigkeit, wenn unsere beschränkte Lebenszeit zu Ende ist. Jedes einzelne Leben ist also grundsätzlich ein Geschenk Gottes. Es gibt nichts wertvolleres und wichtigeres als neues, menschliches Leben. Daher gilt: Jedes Leben ist lebenswert, jedes Leben ist mit einer eigenen Qualität ausgestattet, mit eigenen Möglichkeiten, den Weg durch das Leben und hin zu Gott zu gehen.
So freue ich mich über das vielfache “Ja” zum Leben, das immer wieder gegeben wird – und dies auch in schwierigen Zeiten und unter besonderen Umständen. Dann kann die Kirche helfen. Auch #fairändern setzt sich für gute Lösungen ein, die dem Leben dienen. Deshalb sage ich ein herzliches „Vergelt’s Gott“, dass es diese Initiative gibt.”
Ausweg für Schwangere in Not
Nicht selten ist eine der größten Sorgen einer ungeplant schwangeren Frau das liebe Geld. #fairändern will diese Sorge nicht kleinreden, sondern setzt sich dafür ein, dass Frauen, Familien und ihren Kindern konkret geholfen wird.
Besonders in dieser Zeit der Pandemie stehen viele vor dem finanziellen und existenziellen Aus. Wenn ausgerechnet dann auch noch eine ungeplante Schwangerschaft mit der Tür ins Haus fällt, sind Ängste, Sorgen und Verzweiflung vorprogrammiert und können zu einer vorschnellen fatalen Entscheidung führen.
Vor dem Ruin
Dieses Gefühl kennt auch Linda*: Kurz vor Weihnachten verliert sie ihren Job, ist schwanger und steht vor dem finanziellen Ruin. Ihr Mann, mit dem sie kirchlich verheiratet ist, arbeitet in Italien. Er wartet dort auf die offiziellen Papiere, damit er endlich nach Österreich einreisen und Linda auch standesamtlich heiraten kann. Aber alles will nicht so recht klappen. Dazu ist vor kurzem Lindas Mutter verstorben, die sie grade jetzt in der Schwangerschaft so dringend gebraucht hätte.
Die junge Frau will das Kind bekommen und sowohl sie als auch ihr Mann freuen sich darauf, aber sie wissen nicht, wie es weitergehen soll. Deshalb geht Linda in eine Beratung. Dort schildert sie in Tränen aufgelöst ihre ganzen Sorgen, ihre Trauer und ihre aussichtslose Situation. Doch die Beraterin macht ihr Mut: Es gibt einen Ausweg!
Es gibt immer einen Ausweg
Dort, bei der „Österreichische Lebensbewegung“, wird Linda schließlich ganz praktisch geholfen. So gibt das Team der jungen Frau zuerst Essensgutscheine, damit sie über die Festtage genug hat, denn selbst für Lebensmittel ist das Geld knapp. Sie kann sich kaum die Miete für ihre 35 m² Wohnung leisten.
Auch viele Sachspenden, wie Windeln, Gitterbett, Babykleidung und vieles mehr können ihr mitgegeben werden. Durch die Hilfe des Teams der Lebensbewegung macht sie auch ihre Ansprüche beim AMS und beim Sozialamt geltend. So ist Linda nun finanziell gut abgesichert und kann sich mit ihrem Mann beruhigt auf ihr Baby freuen.
Welche Angebote und Möglichkeiten es gibt, wissen leider viel zu wenige – bei finanzieller, existenzieller, emotionaler oder psychischer Not werden Schwangere oft allein gelassen. Es gibt zu wenig Aufklärung und leider noch zu wenig Hilfen für schwangere Frauen. Private Beratungsinstitutionen wie die Österreichische Lebensbewegung haben nur begrenzte Ressourcen.
Daher fordert #fairändern der fehlenden Aufklärung und Hilfe für Schwangere in Not Abhilfe zu schaffen. Unser wunderschönes Land Österreich muss die Weichen dahingehend stellen, dass ungeplant schwangere Frauen Auswege mit ihrem Kind finden können. Helfen Sie uns dabei und verbreiten Sie diesen Blog!
*Namen sind zum Schutz der Personen verändert worden
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