
Petra Wallner
Diplomkrankenpflegerin, LKH Hochsteiermark Standort Leoben
Wo Leben beginnt wächst die größte Liebe!
Als Diplomkrankenpflegerin im geburtshilflichen Bereich darf ich tagtäglich frischgebackene Eltern bzw. werdende Eltern begleiten. Meist ist es bewegend zu erleben, mit wieviel Liebe Eltern ihr Kind erwarten und wie wichtig es ist, ihnen in dieser besonderen Zeit Halt und Unterstützung zu geben.
Nicht alle Eltern können sich unbeschwert auf ihr Kind freuen. Manche stehen vor großen Herausforderungen oder befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation.
Ich unterstütze #fairändern, weil ich weiß, dass Schwangere in Krisensituationen vor allem eines brauchen:
Menschen, die ihnen zuhören, sie beraten, sie ermutigen und an ihrer Seite stehen. Ein Wort des Mutes, Mitgefühl und unterschiedlichste Hilfestellungen können den entscheidenden Unterschied machen und neue Hoffnung schenken!
















Wo ist mein Wunschkind?
Jedes fünfte gewünschte Kind wird nicht geboren!
Alle zehn Jahre werden Daten zum Thema Familien, Kinderwunsch, Geburtenrate und vieles mehr erhoben. Der soeben veröffentliche Bericht des Familienministeriums befasst sich mit dem Zeitraum 2009 bis 2019 und hat einiges Interessantes zu bieten.
So setzt sich zum Beispiel der Trend fort, immer später das erste Kind zu bekommen. Lag das Alter der Frau bei der ersten Geburt 1970 bei 23 Jahren, 1990 noch bei 25 Jahren, so ist es heute bei 29,5 Jahren.
Die meisten der Befragten wünschen sich durchschnittlich 2,1 Kinder, die tatsächliche Geburtenrate liegt bei nur 1,5 Kindern. Nur 43% derer, die 2009 davon ausgingen, in den nächsten drei Jahren ein Kind zu bekommen, hat diesen Kinderwunsch auch tatsächlich erfüllen können. Ein ähnlich hoher Anteil (39%) verschob die Realisierung des Kinderwunsches auf später. Fast ein Fünftel (17%) derer, die davon ausgingen, bald ein Kind zu bekommen, hat ihren Kinderwunsch gänzlich verworfen. Das heißt somit: etwa jedes fünfte gewünschte Kind wurde nicht geboren!
Auch die Kinderlosigkeit ist im europäischen Vergleich sehr hoch, die Zahl wird von 16% (1960 und vorher geborene Frauen) auf geschätzte 20% der 1980 und später geborenen Frauen steigen. Vor allem unter Akademikerinnen ist die Kinderlosigkeit sehr hoch, fast jede dritte Akademikerin bleibt kinderlos.
Der Wunsch nach einer eigenen Familie und Elternschaft ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr stark, die Verwirklichung empfinden sie aber als immer schwieriger werdend. Für 70 % der 16- bis 29-Jährigen gehören Kinder zu einem erfüllten Leben.
Der Gedanke an ein Kind bleibt länger im Hintergrund, zunehmend später werden sich die Frauen – und noch später manche Männer – darüber klar, dass sie einen Kinderwunsch haben, den sie dann in nur kurzer Zeit realisieren wollen. Vom ursprünglichen Kinderwunsch mit mehreren Kindern ist dann oft nicht mehr viel übrig – und der noch bestehende Kinderwunsch wird mit dem Alter in seiner möglichen Umsetzung zunehmend unsicher.
Kinder sind die Zukunft eines Landes, ohne genügend Kinder kann der aktuelle Lebensstandard unmöglich im Alter gehalten werden. #fairändern fordert von der Politik, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass sich möglichst viele Menschen im Stande sehen, ihren Kinderwunsch auch zu verwirklichen!
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/familie/familienpolitik/Familienforschung/familienbericht.html
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