
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















Wie geht es ungeplant schwangeren Frauen die eigentlich abtreiben wollten, es dann aber aus Gründen der Fristüberschreitung nicht mehr tun konnten? Die amerikanische „TURNAWAY“-Studie aus dem Jahr 2019, die eigentlich untersuchen wollte, welche psychischen Folgen es für Frauen hat, wenn ihnen eine Abtreibung verweigert wurde, kam zu dem für die Autoren überraschenden Ergebnis, dass 96% der Frauen, die nicht abgetrieben hatten, es fünf Jahre danach nicht bereuten!
Es ist sehr schwierig in diesem Bereich aussagekräftige Studien durchzuführen, da sowohl die die Methodik oft unwissenschaftlich ist als auch die Interpretation der Ergebnisse stark von der jeweiligen „Ideologie“ beherrscht wird. So hat dieses Ergebnis der Turnaway-Studie nie Eingang in die großen Medien gefunden. Umso wichtiger wäre deshalb einerseits die von #fairändern geforderte #Statistik als auch eine anonyme #Motivforschung um mehr rund um Abtreibung, Frauengesundheit und psychische Belastungen in Erfahrung zu bringen.
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