
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















Joana wird jung ungeplant schwanger. Sie ist 22 Jahre alt und ist gerade in eine neue Stadt gezogen, um ihr Studium zu beginnen. Der positive Schwangerschaftstest fühlt sich „nicht echt“ an, sie kann doch nicht schwanger sein!
Nach der Bestätigung durch die Ärztin bricht für sie Welt zusammen. Mit ihrem Freund spricht sie viel, er wollte das Kind eher nicht, aber lässt sie in der Entscheidung allein. Für sie war eigentlich immer klar, dass sie abtreiben würde, sollte sie ungeplant schwanger werden. Der Gedanke, dass sie das Kind auch bekommen könnte, reift erst langsam in ihr. Obwohl der Zeitpunkt ungünstig war, wurde Joana bewusst, dass der ideale Zeitpunkt vielleicht nie kommen würde!
Im Krankenhaus händigt man Joana die Abtreibungspille aus, die sie zu Hause nehmen sollte. Ein unglaublicher Zeitdruck baut sich rund um Joana auf. Soll sie sie nehmen oder nicht? Sie fährt mit den Tabletten im Gepäck nach Hause zu ihrer Mama. Wie diese Tage für Joana waren, seht ihr im Video-Interview hier (LINK).
Heute ist ihre Tochter 6 Jahre alt, Joana hat ihr Bachelorstudium abgeschlossen und hat sich als Künstlerin selbständig gemacht. Ihr hat das „Ja“ zu ihrem Kind Lebensglück gebracht.
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