
Petra Wallner
Diplomkrankenpflegerin, LKH Hochsteiermark Standort Leoben
Wo Leben beginnt wächst die größte Liebe!
Als Diplomkrankenpflegerin im geburtshilflichen Bereich darf ich tagtäglich frischgebackene Eltern bzw. werdende Eltern begleiten. Meist ist es bewegend zu erleben, mit wieviel Liebe Eltern ihr Kind erwarten und wie wichtig es ist, ihnen in dieser besonderen Zeit Halt und Unterstützung zu geben.
Nicht alle Eltern können sich unbeschwert auf ihr Kind freuen. Manche stehen vor großen Herausforderungen oder befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation.
Ich unterstütze #fairändern, weil ich weiß, dass Schwangere in Krisensituationen vor allem eines brauchen:
Menschen, die ihnen zuhören, sie beraten, sie ermutigen und an ihrer Seite stehen. Ein Wort des Mutes, Mitgefühl und unterschiedlichste Hilfestellungen können den entscheidenden Unterschied machen und neue Hoffnung schenken!
















22. Nicht nur eine Zahl.
22 Wochen. Man könnte auch sagen 5 ½ Monate. Ein Bündnis in Deutschland fordert die Freigabe der Abtreibung bis zur 22. Schwangerschaftswoche.
Wenn Sie diesen Satz gelesen haben, öffnen Sie doch bitte kurz die Suchmaschine auf dem Gerät, das Sie gerade verwenden und schreiben Sie „22. Schwangerschaftswoche“ hinein. Sie werden Bilder sehen. Wahrscheinlich nicht von einer Schwangerschaft, sondern von einem Baby. Es wiegt zu diesem Zeitpunkt rund ein halbes Kilogramm und ist etwa 25cm groß. Man kann viel über den Beginn des Lebens diskutieren. Das aber ist ein Kind. Über diese nachweisbare Tatsache wird im deutschen Gesetzesvorschlag nicht gesprochen. Als gäbe es sie nicht.
Wir alle, die Elternschaft erfahren haben, wissen, wie sich das anfühlt: Der Gedanke, wie groß unser Baby bereits ist, ob es wohl unsere Stimmen schon wahrnehmen kann, die sanften Tritte wie Schmetterlingsflügel in unserem Bauch. Wir lassen uns das Geschlecht sagen und denken uns Namen aus. 22 Wochen. Das ist nicht nur eine Zahl. Mit 22 Wochen können einige Babys mit etwas Unterstützung bereits außerhalb des Mutterleibes überleben. Die Medizintechnik schreitet schnell voran. Das nennen wir Fortschritt.
Abtreibung bis zur 22. Schwangerschaftswoche ist kein Fortschritt. Es ist unmenschlich. Wir sollten uns besinnen und den Wert jedes Menschen – auch den der Kinder – wieder ganz neu in den Vordergrund rücken. Das Leben ist unvorhersehbar. Das Leben ist Beziehung. Es ist ein Abenteuer, das wir am besten in gegenseitiger Wertschätzung und gemeinsam erleben, auch durch Schwierigkeiten hindurch. Das ist wahrer Fortschritt im Menschsein.
Mag. Petra Plonner
Vorsitzende #fairändern
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