
Petra Wallner
Diplomkrankenpflegerin, LKH Hochsteiermark Standort Leoben
Wo Leben beginnt wächst die größte Liebe!
Als Diplomkrankenpflegerin im geburtshilflichen Bereich darf ich tagtäglich frischgebackene Eltern bzw. werdende Eltern begleiten. Meist ist es bewegend zu erleben, mit wieviel Liebe Eltern ihr Kind erwarten und wie wichtig es ist, ihnen in dieser besonderen Zeit Halt und Unterstützung zu geben.
Nicht alle Eltern können sich unbeschwert auf ihr Kind freuen. Manche stehen vor großen Herausforderungen oder befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation.
Ich unterstütze #fairändern, weil ich weiß, dass Schwangere in Krisensituationen vor allem eines brauchen:
Menschen, die ihnen zuhören, sie beraten, sie ermutigen und an ihrer Seite stehen. Ein Wort des Mutes, Mitgefühl und unterschiedlichste Hilfestellungen können den entscheidenden Unterschied machen und neue Hoffnung schenken!
















Beunruhigender Trend zu Heimabtreibungen
Die Zahl der chemischen Abtreibungen – also mit der Abtreibungspille Mifegyne – steigt europaweit an. In Deutschland werden knapp 30% der fast 100.000 Abtreibungen jährlich so durchgeführt. Als besonders „sicher und schonend“ für die Frauen angepriesen, wird die Pille seit Beginn der Pandemie vermehrt auch nach einem kurzen online geführten ärztlichen Gespräch einfach per Post zugeschickt.
Aber wie steht es wirklich um die „Sicherheit“ dieser Art von Abtreibung zu Hause? In Österreich gibt es – immer noch(!) – keine Zahlen oder Statistiken, aber eine Studie aus den USA belegt, dass Notfallspitaleinweisungen nach einer Heimabtreibung um das sechsfache gestiegen sind. Führt eine Frau eine zweite Abtreibung mit der Pille innerhalb von 12 Monaten durch, ist ihr Risiko, in der Notfallambulanz zu landen, doppelt so hoch wie beim ersten Mal.
Abgesehen von dem unhaltbaren Zustand, dass die Frau nicht medizinisch begleitet wird, hat das Abschieben der Abtreibung ins eigene Zuhause dramatische „Nebenwirkungen“. Oft hat diese Erfahrung zu Hause eine bleibende Traumatisierung zur Folge. Nicht nur verliert die Frau sehr viel Blut; sie kann – je nach Schwangerschaftswoche – auch den Fruchtsack mit dem Embryo erkennen. Aus Scham oder Furcht sind viele Frauen völlig allein in dieser Situation. Das eigene Heim wird zum Ort der Erinnerung an das Erlebte.
Do-it-yourself Abtreibungen zu Hause – sie sind nicht “sicher und schonend“! Frauen verdienen Besseres als eine Husch*-Pfusch*-Abtreibung! Frauen in Not nicht alleine lassen – #fairändern!
*Husch (in großer Eile, rasch)
*Pfusch ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Arbeit einer Person ohne ausreichende Fachkenntnisse.
https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/23333928211053965
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