
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















Adoption ist immer besser
„Mein Mann und ich hatten uns von Anfang an Kinder gewünscht. Wir wussten, dass wir keine leiblichen Kinder bekommen konnten, wollten aber keine aufwendigen medizinischen Eingriffe durchführen. So beschlossen wir, ein Kind zu adoptieren.
Nach drei Jahren Wartezeit rief uns die zuständige Sozialarbeiterin an und teilte uns mit, dass ein vier Wochen altes Mädchen eine Familie benötigen würde und dass wir ein Wochenende Zeit hätten, um eine Entscheidung zu treffen. Als wir das kleine Mädchen dann im Krankenhaus kennenlernten, haben wir sie sofort ins Herz geschlossen. Nicht einmal gravierende gesundheitliche Probleme, die einmal eine Herz-OP notwendig machen würde, sowie die Information über die Drogensucht ihrer Mutter konnte uns noch daran hindern, sie mit nach Hause zu nehmen. Unsere zukünftige Adoptivtochter blieb noch fünf Wochen im Krankenhaus; die letzte Woche haben wir gemeinsam im Mutter-Kind-Zimmer verbracht, was sehr hilfreich war, um uns aneinander zu gewöhnen. Die vier Wochen davor konnte ich nur täglich Besuche im Krankenhaus machen und alles regeln, um in Karenz gehen zu können. Dies war eine sehr stressige Zeit, da man ja plötzlich auch alles zuhause vorbereiten musste, wofür man normalerweise neun Monate Zeit hat.
Die Herz-OP wurde erst mit 13 Jahren mit Erfolg durchgeführt, sodass unsere Adoptivtochter nun körperlich fit ist. Ich bin sehr froh, dass sie von Freunden und Familienmitgliedern nicht nur akzeptiert, sondern heiß geliebt ist. Sie ist mit dem Bewusstsein aufgewachsen, alle Familienmitglieder doppelt zu haben und hat mittlerweile einige Mitglieder ihrer leiblichen Familie kennengelernt.
Den verpflichtenden Pflegeelternkurs, der dabei hilft, sich eigener Motive bewusst zu werden und die eigene Herkunftsfamilie zu reflektieren, habe ich damals als sehr hilfreich empfunden. Ich bin auch dankbar für die Pflegeelternrunde, die ich noch ein Jahr besuchte und in der ich mir Tipps holen konnte.“ – anonym
#fairändern fordert eine #Positivkampagne zu #Pflege und #Adoption. In Österreich warten 15 Paare auf ein zur Adoption freigegebenes Kind. #keinkindistunerwünscht
#ungeplantschwanger #dubistnichtallein #esgibtimmereinenweg #adoptionstattabtreibung
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