
Petra Wallner
Diplomkrankenpflegerin, LKH Hochsteiermark Standort Leoben
Wo Leben beginnt wächst die größte Liebe!
Als Diplomkrankenpflegerin im geburtshilflichen Bereich darf ich tagtäglich frischgebackene Eltern bzw. werdende Eltern begleiten. Meist ist es bewegend zu erleben, mit wieviel Liebe Eltern ihr Kind erwarten und wie wichtig es ist, ihnen in dieser besonderen Zeit Halt und Unterstützung zu geben.
Nicht alle Eltern können sich unbeschwert auf ihr Kind freuen. Manche stehen vor großen Herausforderungen oder befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation.
Ich unterstütze #fairändern, weil ich weiß, dass Schwangere in Krisensituationen vor allem eines brauchen:
Menschen, die ihnen zuhören, sie beraten, sie ermutigen und an ihrer Seite stehen. Ein Wort des Mutes, Mitgefühl und unterschiedlichste Hilfestellungen können den entscheidenden Unterschied machen und neue Hoffnung schenken!
















Du schaffst das!
Zuerst hab ich mich total gefreut. Ich hab mir früher immer Kinder gewünscht, nur war ich aufgrund meiner Gesundheitsprobleme überzeugt, dass das eh für mich nicht mehr in Frage kommt.
Doch die Freude währte nicht lange. Mein Freund war von der freudigen Nachricht nämlich keineswegs begeistert! Er wurde richtig ausfallend – er beschuldigte mich, ich hätte ihn absichtlich hereingelegt, um ihn an mich zu ketten. Für wie blöd hält er mich denn? Einen Mann durch eine Schwangerschaft an mich ketten?! Wir leben doch nicht in der Steinzeit! Ich machte einen Termin zur Abtreibung.
In der Abtreibungsklinik schaute ich auf mein Handy und sah diese Nachricht, die gerade eingetroffen war: „Wir denken an dich.“ Die Worte verschwammen vor meinen Augen. Schlagartig wurde mir bewusst, was ich hier gerade tat. Eine Kurzschlusshandlung, aus Verwirrung und Panik entstanden! Ich hatte mir doch immer Kinder gewünscht! Und ich hatte diese Schwangerschaft als unverhofftes Geschenk betrachtet!
Was machte es schon, dass er vor seiner Verantwortung davonlief? So viele Frauen ziehen ihre Kinder allein auf – dann würde ich es doch wohl auch schaffen! Außerdem war ich ja gar nicht allein. Meine Freunde dachten an mich, hatten mir Hilfe angeboten, und meine Eltern wollten mir auch helfen.
Ich schaute auf das Handy, auf dessen Display noch immer die Nachricht zu lesen war, drückte es an mich und stand entschlossen auf. „Streichen Sie mich von der Liste“, sagte ich zu der Ordinationshilfe der Abtreibungsklinik. „Ich hab es mir gerade anders überlegt.” – Michi F.
#ungeplantschwanger#schwanger#abtreibung#esgibtimmereinenWeg#fairändern#geradenochrechtzeitig#stehaufundgeh#duschaffstdas#nurMut
Suche
Letzte Beiträge
Archiv