
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















Ein Easteregg zu Weihnachten
Ariana* kann es nicht fassen. Nein! Es darf einfach nicht sein! Nicht jetzt! Sie macht noch einen Schwangerschaftstest, um sicher zu gehen. Doch es ist hoffnungslos: Auch der zweite und der dritte Test sind positiv.
Sie bricht zusammen: Sie ist grade erst aus Italien nach Österreich immigriert. Sie kann weder die deutsche Sprache, noch hat sie eine Krankenversicherung, geschweige denn einen Job. Mit dem Vater des Kindes ist sie erst ganz frisch zusammen. Sie weiß noch nicht einmal, ob die Beziehung halten wird.
Hilfe in der Verzweiflung
Ariana weint und ist verzweifelt. Sie ruft ihre Cousine Maria* an, die auch in Österreich lebt. Sie versucht Ariana zu trösten, doch es gelingt ihr nicht. Maria überlegt, was sie tun kann, um ihrer Cousine zu helfen. Sie geht zum Telefon, ruft verschiedene Einrichtungen und Beratungsstellen an und macht ein paar Termine aus.
Sie begleitet die verzweifelte Schwangere als Dolmetscherin zu jedem Termin und verschafft ihr so einen Überblick über ihre rechtliche und finanzielle Lage. Auch bei der Krankenkasse schaffen sie es, einen Termin und schließlich eine Versicherung zu bekommen.
Arianas Weihnachtswunder
Ihre Situation sieht nun gar nicht mehr so düster aus. Als auch noch ihr Freund sagt, dass er zu ihr stehen wird und sie liebt, egal wofür sie sich entscheidet, fasst sie Mut, Zuversicht und Hoffnung.
Da merkt sie, dass es für sie nur noch eine Entscheidung geben kann: Sie sagt Ja! – Ja zu dem vorweihnachtlichen Überraschungsei in ihrem Bauch. Sie bejaht das Leben und damit auch jede Veränderung darin. Und sie freut sich grade jetzt in der Weihnachtszeit, ganz Ja zu der Beziehung zu dem Vater ihres Babys sagen zu können.
Es ist wichtig, dass Frauen Ja sagen können zu ihren Kindern. #fairändern will ganz Österreich dazu bewegen, Ja zu sagen: Ja zu schwangeren Frauen, Ja zu ihren Kindern, Ja zur Vielfalt! Unterstützen Sie uns dabei und teilen Sie unser Anliegen!
*Die Namen wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert
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