
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















Leihmutterschaft in der Ukraine
Es herrscht Krieg in der Ukraine. Schreckliche Bilder erreichen uns jeden Tag, wir können uns das Leid derer, die flüchten und alles zurücklassen müssen, nicht einmal ansatzweise vorstellen. Und dann gibt es noch jene Probleme, über die nicht berichtet wird, wovon es keine Bilder gibt.
Die Ukraine hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum für Leihmutterschaft entwickelt, es gibt um die 50 Kliniken, die sich darauf spezialisiert haben. Frauen in wirtschaftlich schlechter Position stellen ihren Körper als „Brutkasten“ zur Verfügung, „bestellte“ Kinder werden ausgetragen und – wenn alles passt und das Produkt zufriedenstellend ist – abgeholt.
Jetzt ist Krieg. Was passiert mit den schwangeren Frauen und den Kindern, die nicht abgeholt werden können? Jene Frauen, die hochschwanger mit ihrer „Ware“ im Bunker sitzen oder jene, die erst kurz schwanger sind und möglicherweise eine Abtreibung in der derzeitigen Situation erwägen?
Das alles bringt als Licht, was eigentlich auch in Friedenszeiten gilt: Leihmutterschaft ist kommerzielle Ausbeutung von Frauen und verletzt die Würde der Kinder und ihre Rechte.
Mehr zum Thema Leihmutterschaft hier: https://www.stoppt-leihmutterschaft.at/
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