
Mag. Cornelia Pernkopf
Vorsitzende kath. Familienverband Steiermark
“Der Katholische Familienverband ist sich jedoch auch bewusst, dass nicht jede Schwangerschaft bei einer Frau geplant und erhofft ist und nimmt den “Tag des Lebens” einmal mehr zum Anlass, mehr Beratungsangebote und Motivforschung bei Schwangerschaftskonflikten zu fordern. Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth: „Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote.”
Gleichzeitig appelliert die Vizepräsidentin an die Regierung, flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen, eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds oder die Einführung einer zumindest dreitägigen Bedenkzeit zwischen ärztlicher Beratung und Abbruch der Schwangerschaft im Ärztegesetz zu verankern, umzusetzen. Fruhwürth verweist dabei auf eine ähnliche Bedenkzeit, die es vor kosmetischen Operationen gibt: „Bei einer Nasenkorrektur sind zwischen Beratungsgespräch und Operation gesetzlich 14 Tage Bedenkzeit verpflichtend, um ausreichend Zeit für die Entscheidungsfindung zu haben,“ sagt die Vizepräsidentin und fragt: „Warum gilt das nicht auch für einen Eingriff wie den Schwangerschaftsabbruch?“ Bei dem Thema vermisst sie eine faktenbasierte Diskussion, bei der Frauen und Kinder im Mittelpunkt stehen.”















“Schön, dass es dich gibt!”
#fairändern begrüßt neue Broschüre für Familien mit Kindern mit Behinderung
Anfang Dezember wurde vom Familienministerium eine neue Broschüre mit dem Titel „Besonders gefordert? – Besonders gefördert!“ herausgegeben. Darin werden für Familien, die ein behindertes Kind erwarten, nicht nur Förderstellen und Unterstützungsleistungen aufgelistet, sondern vor allem wird Mut zugesprochen. So beginnt die Broschüre mit dem Worten „Schön, dass es Dich gibt!“ und an die Eltern gerichtet: „Herzliche Gratulation zu Ihrem Kind! Wir freuen uns mit Ihnen über Ihren Sprössling!“
Dass die Sprache der Broschüre warm und positiv ist, haben betroffene Eltern gleich in einer ersten Reaktion rückgemeldet. Eine wertschätzende Wortwahl macht einen großen Unterschied!
Eine Broschüre, die Hilfsangebote für Betroffene klar auflistet, war eine lange Forderung von #fairändern und wir freuen uns sehr, dass nun ein Schritt in die richtige Richtung getan wurde. Viele Gespräche haben stattgefunden und mit dazu beigetragen, dass so eine wertschätzende und praktische Hilfe entstanden ist. Frauen und Familien, die ein Kind mit Behinderung erwarten, verdienen bestmögliche Unterstützung und Beratung. Eine stärkere Entbürokratisierung der Förderanträge und Pflegeleistungen ist dringend angebracht. Denn, wie eine betroffene Mutter uns gegenüber meinte, sei der psychische Druck enorm und die Wege, bis erste Hilfe gewährleistet wird, ziehen sich sehr in die Länge. Darum ist es so wichtig, dass der Hürdenlauf zwischen den unterschiedlichen Förderstellen ein Ende findet!
#fairändern freut sich, dass eines unserer großen Anliegen in dieser neuen Broschüre seinen Ausdruck findet: eine mutmachende Sprache, die Vermittlung des zuversichtlichen Gefühls, es schaffen zu können und die Stärkung der betroffenen Familien. Jedes Kind soll in unserem Land tatkräftig willkommen geheißen werden.
Die Broschüren werden für jedes Bundesland gesondert erstellt, in den 400 Familienberatungsstellen aufgelegt und können hier in Kürze heruntergeladen werden: www.familienberatung.gv.at
Die Version für Wien haben wir Ihnen angehängt. Hier können Sie auch die Presseaussendung des Familienministeriums nachlesen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20211203_OTS0089/familien-und-frauenministerin-raab-info-offensive-am-welttag-fuer-menschen-mit-behinderung
#fairändern bleibt dran, damit die wertvolle Unterstützung noch breiter verteilt wird und vor allem bei den betroffenen Familien ankommt.
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